Nach dem schweren Reisebusunfall auf der A96 zwischen Buchloe-Ost und Landsberg am Lech-West am frühen Sonntagmorgen (27.09) waren Einsatzkräfte des BRK Landsberg mit zahlreichen haupt- und ehrenamtlichen Kräften des Rettungsdienstes und Katastrophenschutzes stundenlang im Großeinsatz. Bei dem Unfall kamen zwei Menschen ums Leben, zahlreiche weitere Personen wurden schwer, mittelschwer oder leicht verletzt. Der Reisebus war mit 35 Personen besetzt, darunter 33 Fahrgäste philippinischer Staatsangehörigkeit sowie zwei italienische Busfahrer. Die Reisegruppe befand sich auf dem Weg zum Oktoberfest.
Bereits kurz nach Eingang der Notrufe alarmierte die Integrierte Leitstelle Fürstenfeldbruck ein Großaufgebot an Rettungskräften. Rund 80 Einsatzkräfte des Rettungsdienstes aus dem Kreis Landsberg und den benachbarten Landkreisen waren mit 25 Fahrzeugen und neun Rettungshubschraubern an der Unfallstelle. Die Schwerverletzten wurden direkt in Spezialkliniken geflogen, die weiteren Patienten wurden zunächst zu einer Verletztensammelstelle und im weiteren Verlauf in regionale Kliniken transportiert.
Neben der medizinischen Versorgung der Verletzten spielte die Versorgung und psychosoziale Betreuung der unverletzten bzw. leicht verletzten Reisenden eine zentrale Rolle. Bis in die späten Abendstunden wurden rund 20 Personen im BRK Landsberg untergebracht und versorgt. Im Verlauf des Tages trafen dort auch Angehörige sowie der Generalkonsul der Philippinen ein.
Gemeinsam wurde die Rückreise bzw. der weitere Aufenthalt organisiert. Ein Teil der Reisegruppe trat bereits am Sonntagnachmittag die Rückreise nach Italien an. Weitere Personen wurden in Unterkünften in der Region untergebracht, damit sie in der Nähe ihrer in den Kliniken behandelten Angehörigen bleiben konnten. Darüber hinaus öffnete der BRK-Kleiderladen in Landsberg kurzfristig seine Türen, damit die Betroffenen nach dem Unfall mit frischer Kleidung und weiteren dringend benötigten Dingen versorgt werden konnten.
Rund 70 ehrenamtliche Helferinnen und Helfer des Katastrophenschutzes aus dem BRK Landsberg, dem BRK Starnberg und der Malteser wurden alarmiert und übernahmen Aufgaben in den Bereichen Betreuung, Versorgung, Behandlung, Krisenintervention sowie Funk- und Einsatzführungsdienst. Gemeinsam mit den Kräften des Rettungsdienstes waren damit rund 150 Helferinnen und Helfer des BRK und weiterer Hilfsorganisationen im Einsatz, zusätzlich zu den zahlreichen Kräften von Feuerwehr und Polizei.
„Ein Einsatz dieser Größenordnung stellt alle Beteiligten vor besondere Herausforderungen. Die enge und professionelle Zusammenarbeit zwischen Rettungsdienst, Katastrophenschutz, Feuerwehr, Polizei, Leitstelle und Kliniken sowie zwischen haupt- und ehrenamtlichen Kräften der verschiedenen Organisationen hat erneut gezeigt, wie leistungsfähig und verlässlich das Hilfeleistungssystem in unserer Region ist“, betont Andreas Lehner, Kreisgeschäftsführer des BRK Landsberg.
Das BRK Landsberg spricht den Angehörigen der Verstorbenen sowie allen Verletzten und Betroffenen sein tiefes Mitgefühl aus.
Zugleich gilt allen haupt- und ehrenamtlichen Einsatzkräften, die an diesem Einsatz beteiligt waren, ein herzlicher Dank. Das reibungslose Zusammenspiel der verschiedenen Hilfsorganisationen, Fachdienste und Einrichtungen hat maßgeblich dazu beigetragen, die Folgen dieses tragischen Unglücks bestmöglich zu bewältigen und den Betroffenen schnell Hilfe und Unterstützung zukommen zu lassen.


